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Hotel Fürstenhof Tröndlinring 8, 04105 Leipzig
Tel: +49 (0) 341 - 140 0
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zurück <<vom „Hängezopf“ vor 200 Jahren zu einem Haus gediegener Gastlichkeit
In dem von 1770 bis 1772 errichteten Patrizierpalais residierte über viele Jahre die Familie des angesehenen Leipziger Ratsherrn und Bankiers Eberhard Heinrich Löhr. Bereits damals galt das ungewöhnliche Haus mit kleinen feinen Musikveranstaltungen, Lesungen und Ausstellungen als gesellschaftlicher Mittelpunkt der Stadt. „Löhrs Haus“ sorgte für Aufsehen.
Als der Leipziger Architekt Johann Friedrich Karl Dauthe „Löhrs Haus“ erbaute, stieß er auf blanke Ablehnung in der Bevölkerung. Die Leipziger, gewöhnt an üppige Barock-Ornamentik, konnten mit dem für die damalige Zeit geradezu nüchternen neoklassizistischen Stil des jungen Architekten nichts anfangen. „Hängezopf“ nannten sie respektlos, wohl wegen der Fassadenverzierung, diesen neuen Stil. Es sollten Jahrzehnte vergehen, bis sich auch breiten Bevölkerungsschichten die Schönheit der Architektur erschloss. Der Park hinter dem Haus erlebte ein ähnliches Schicksal wie das Haus, zunächst strikt abgelehnt, später mit Stolz gepriesen. Dauthe ließ sich bei der Planung von englischen Landschaftsgärten inspirieren, die die Natur weit mehr einbezogen als die streng regulierten „französischen“ Gärten. Aber von den wie zufällig hingestreuten und doch so kunstvoll arrangierten Pflanzengruppen, Bäumen und Grünflächen, Teichen und Brücken, den Obstbäumen, dem Küchengärtlein, der Baumschule und der wunderschönen Orangerie existieren nur noch eine Handvoll Zeichnungen.
1813 war ein schwarzes Jahr für Leipzig und die Familie Löhr. Eberhard Heinrich starb, Leipzig war durch Napoleons Truppen belagert, die Völkerschlacht vertrieb die Familie von ihrem Besitz. Nach deren Ende konnten die Eigentümer wieder ihr Haus beziehen. 1865 wurde der berühmte Serpentinsaal geplant und gebaut. 1886 verkaufte die Familie das Haus an die Leipziger Immobiliengesellschaft.
„Löhrs Haus“ wurde umgebaut und - ganz im Sinne der gastlichen Tradition - 1889 als Hotel Fürstenhof eröffnet. Die Hausfassade erhielt beim Umbau einen Renaissance-Aufputz.
1911 erwarb ein Leipziger Industrieller das Anwesen und ein Nachbargrundstück, ein neuer Hotelflügel entstand und ein „neuzeitliches, allen Ansprüchen genügendes großstädtisches Hotel“. Der Serpentinsaal wurde vom Obergeschoss in das Erdgeschoss verlegt. Eine Jugendstil-Fassade ersetzte den Renaissance-Aufputz.
Am 18. Oktober 1913 wurde das Hotel Fürstenhof zu Ehren des 100. Jahrestages der Völkerschlacht zu Leipzig wiedereröffnet. In den Jahren darauf war der Fürstenhof eine beliebte Adresse bei Geschäftsleuten und Leipzig-Besuchern aus aller Welt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Hotel Fürstenhof umbenannt in Hotel International und in die Gruppe der Interhotels aufgenommen.
Im Jahre 1996 wurde es nach dreijähriger Umbauphase als Kempinski Hotel Fürstenhof wieder eröffnet. Die Schörghuber Unternehmensgruppe kaufte das historische Gebäude jedoch schon nach vier Jahren auf. Den traditionellen Namen hat es beibehalten und gehört seither zur Marke The Luxury Collection der ArabellaSheraton Hotels.
Hotel "Fürstenhof" um 1950 |  Ringmessehaus und Hotel International |